Änderung des Sessionsrhythmus für bessere Vereinbarkeit

Um im nationalen Parlament eine bessere Vereinbarkeit von Politik, Familie und Beruf zu erreichen, habe ich einen Vorstoss eingereicht, dass der Sessionsrhythmus so angepasst werden soll, dass künftig in der Regel jeden Monat eine einwöchige Session durchgeführt wird - statt viermal jährlich eine dreiwöchige Session. Insgesamt sollen nicht mehr Sessionstage stattfinden, als dies mit dem aktuellen System der Fall ist.

Das aktuelle Sessionssystem ist in Bezug auf die Vereinbarkeit von Politik und Familie, aber auch von Politik und Beruf eine grosse Herausforderung. Es ist schwierig für die Sicherstellung von Betreuungsaufgaben, für die Organisation von Absenzen vom Arbeitsplatz oder die Vereinbarkeit mit Aus- und Weiterbildungen, die heute immer wichtiger werden. Die Lebensrealitäten haben sich verändert, das Sessionssystem ist jedoch gleich geblieben. Es braucht daher dringend eine Anpassung an den gesellschaftlichen Wandel und folglich einen Sessionsrythmus, der die Vereinbarkeit von Politik mit Familie und Beruf vereinfacht.

Leider hat die bürgerliche Ratsmehrheit den Vorstoss angelehnt, weil sie findet, dass eine solche Reform weder notwendig noch zweckmässig ist. Und so werden wir auch in Zukunft weiter für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Politik und auch Beruf in unserem Milizsystem kämpfen. Denn die Frage, wie man Privat- und Berufseben sowie die Politik unter einen Hut bringt, wird auch weiterhin aktuell bleiben.

(Hier geht’s zu meinem Votum im Parlament.)